Frauenleben-hüben wie drüben

Zu einem interessanten, ja, spannenden Nachmittag über ein historisch-persönliches Thema (siehe Überschrift) hatte der Nachbarschaftshilfeverein am 1. August in die Makarenkostraße 18 eingeladen. Vier Frauen berichteten aus ihrem Leben: Kindheit, Schule, Lebensträume, Ausbildung, Beruf, Familie. Der Schriftsteller Erich Kästner sagte einmal: „Die Erinnerung ist eine mysteriöse Macht …Wer das, was schön war, vergisst, wird böse. Wer das, was schlimm war, vergisst, wird dumm.“ Sie hatten nichts vergessen von dem, was schön und von dem, was schlimm war – die vier klugen und sympathischen Frauen, die im Mittelpunkt des Nachmittags standen. Der Moderator Uwe Durak stellte ihnen Fragen, so dass die über 20 Zuhörer vier Schicksale vergleichen konnten und dabei sehr Ähnliches und sehr Verschiedenes erfuhren. Krieg und Vertreibung, die die Kindheit trübten, spielten eine Rolle, ebenso die Dinge, die die Jugend im Rückblick in ein wunderbares Licht tauchten. Im Verlaufe der Veranstaltung befragten sich die vier Frauen schließlich gegenseitig. Ein Höhepunkt. Die geradlinigen Lebenswege im Osten, die Beruf, Familie und soziale Geborgenheit in eine harmonische Einheit brachten, wurden ebenso anerkannt, wie das persönliche Durchsetzen in der westlichen Welt, die einerseits viele Möglichkeiten und andererseits Hemmnisse für Frauen bereithielt. Das müssen wir fortsetzen, war am Ende die Meinung der Teilnehmer an der Veranstaltung.

Uwe Durak

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