Die „Titelfalle“ oder „Einen Namen hat man, wenn man keinen Wert auf einen Titel legt.“ (Sigmund Graff)

„Das war mal etwas ganz anderes“, resümierte eine Besucherin der Gesprächsrunde am Mittwoch, dem 14. August 2019, im Verein Nachbarschaftshilfe WGG e.V. Adelstitel, Amtsbezeichnungen,  Akademische Grade, Berufstitel, Berufsbezeichnungen, Meistertitel, religiöse Bezeichnungen…. und dann noch die Rechtstitel! Wie geht man im Alltag damit um? Sicher könnte ein staatlicher Mitarbeiter für Meldeangelegenheiten,das Büro eines Amtsinhabers oder ein Jurist eine zutreffende  Antwort geben. Für dieGesprächsrunde war klar:

Der Name ist die wichtigste Vokabel, die Menschen unterscheidet. Doch in einer offenen Gesellschaft kann man Respekt und Anerkennung seinem Gegenüber zollen, ohne ein Experte in der Titulierung zu sein. Die Anwesenden bestätigten, noch nie in eine Titelfalle geraten zu sein, nicht einmal bei den Medizinern. Man war sich auch sicher, dass selbst Frau Merkel, promovierte Physikerin und Bundeskanzlerin, die  Antwort auf die Frage nach den Sonderangeboten ihres heimatlichen Supermarktes ohne Umschweife geben könnte. „Ja, die Merkel! Wer wird ihr wohl folgen?“ Diese von Achtung getragene und zugleich besorgte Frage blieb unbeantwortet. Aber der Titel allein, so hieß es in der lebenserfahrenen Mittwochrunde, wird nicht beeindrucken.

G.Jäger

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